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Hupsi 3.0 + Hupsi 4.0

Jetzt geht es „Schlag auf Schlag“ in Einbeck, wir kommen mit den Hupsis ja kaum noch hinterher…

Hupsi 3.0:

Der Schellenbaum, an dem die Kameradschaft Einbeck seit geraumer Zeit rüttelt, hat nun scheinbar abgeworfen 😉 Am Montag gab es eine Prügelei in der Hägerstraße, bei der die Kameradschaft Einbeck beteiligt war. Nachzulesen hier

Hupsi 4.0:

Vorgestern Nacht wurde ein Einbecker Neonazi-Paar auf dem Portal indymedia bekanntgemacht, nachzulesen hier

Wir interpretieren das als letzte Warnung, bevor sie von der Person/den Personen komplett geoutet werden. Ob es Zufall war, dass sich Marco gestern nicht an der Neonazikundgebung beteiligte oder ob ein Zusammenhang zu Hupsi 3.0 und/oder 4.0 besteht, entzieht sich unserer Kenntnis.

Zumindest der hier „P“ genannte, wusste scheinbar (noch) nichts von seinem Glück, da er gestern auf dem Protest von Einbeck ist bunt rumlungerte.

Nazi sein heißt Probleme kriegen – Sie zu unterstützen ebenso!

Demo-Fazit und Redebeitrag zur Antifa-Demo am 3.10. in Einbeck

Eigentlich wollten wir ja heute zur revolutionären Demo nach Göttingen fahren. Jedoch meldete die Kameradschaft Einbeck eine Kundgebung in Einbeck an, sodass wir uns dachten: Wenn die uns den Tag versauen, versauen wir ihren – ist ja nur fair!

Trotz der kurzen Mobi-Zeit von unter einer Woche fanden sich 140 Menschen ein um ein Zeichen gegen die Faschos zu setzen. Mega, danke Leute!

Unsere angemeldete Route sollte durch den selbsternannten Nazi-Kiez führen – die Hägerstraße. Aufgrund der „Gefahrenlage“ wurde jedoch sowohl diese, als auch die Ausweichroute über die Hägermauer untersagt. Wir hätten doch gerne das (ehemals) bunte Haus in die antifaschistische Stadtführung eingebaut. Außerdem wollten wir ein Zeichen setzen, dass es diesen Kiez eben nicht gibt und wir da reingehen wann wir wollen! Das nächste Mal werden wir uns juristische Unterstützung holen und zur Not die Straße einklagen, versprochen!

Den Startschuss stellte der Redebeitrag der Seebrücke Einbeck dar. Anschließend liefen wir am jüdischen Denkmal vorbei, an dem heute noch der Schriftzug „Jewhate“ erkennbar ist. Dieser Schriftzug, sowie Hakenkreuze, tauchten am 23.5., zwei Tage vor der Demo gegen den Rechtsruck, auf.

Unseren Redebeitrag (werden wir ans Ende stellen) hielten wir vor dem Backpackers Inn. Danach liefen wir noch ein paar Schritte und endeten vor dem Hamburger Gitter an der Neonazikundgebung. Ein trauriges Bild gaben ganze 10 Neonazis ab. Hierbei handelte es sich um:

Maurice Brosenne
Thorben Brosenne
Dietrich Brosenne
Tobias Haupt (Anmelder und Redner)
Pascal Zintarra
Jonas Armbrecht
Justin Warmbold
Holger Erbach
Johannes Welge (Hildesheim, Redner)
sowie eine uns (noch) unbekannten Person, die vermutlich Johannes Welge zuzurechnen ist.

Apropos Holger Erbach: Dieser ließ sich nach der Demo von den Cops aus der Stadt herauschauffieren (Polizei, dein Freund und Nazitaxi?!) und sprang ein paar Menschen von uns an der Kreuzung des neuen Rathauses quasi vor die Nase. Vermutlich handelte es sich am 14.9. ebenfalls um (Bolzen in der Buchse-) Holger, der sich bei den Cops ausheulte, dass „die Antifa“ ihn verfolge und seine Adresse herausbekommen wolle. Ne Holger, da bist Du viel zu spät und unterschätzt uns vielleicht. Deine Adresse haben wir schon lange, siehe Twitter 😉 Da Du bereits am 14.9. bei der Nazidemo mitgelaufen bist und davor 2016 an der NPD-Kundgebung teilgenommen hast, dürfen wir Dich nun also als aktiven Neonazi betiteln? Na dann, viel Spaß 🙂 Spätestens, als Du am Rande der Demo am 25.5. auftauchtest (und Deine Frau Janina am Fenster ihre Sympathie für uns bekundete), hast Du Dich auch den sprichwörtlich Letzten angebiedert.

Nach ganzen 35 Minuten war die Nazikundgebung, wie bereits prophezeiht, auch schon vorbei. Auf der anderen Seite der Kundgebung wirkte der Protest von Einbeck ist bunt ebenfalls gut besucht. Worüber wir noch berichten wollen ist die Dreistigkeit, mit der die Kameradschaft Einbeck ihr Unterstützerumfeld in die Gegenproteste schickte. Auf unserer Seite machte Pascal Bittner Fotos von unserer Demo. Dies konnte er natürlich nicht lange unerkannt. Pascal Bittner war es auch, der bereits am 25.5. aus seinem Auto (Marke, Modell, Kennzeichen sind bekannt) heraus filmen lassend, Antifas auf der Abreise abfuhr. Pascal, piss uns nicht ans Bein, sonst pissen wir zurück, versprochen!!!

Ebenso haben wir Infos von und zu zig Spähern auf Seiten des Einbeck ist bunt-Protests. Auch Ihr seid uns keine Unbekannten. Nazi sein heißt Probleme kriegen. Nazis zu unterstützen ebenso! Wir kennen Euch alle und ihr könnt Euch ja gerne mal bei der Kameradschaft erkundigen, wie das so ist, wenn Interventionen ergriffen werden!

Dennoch ziehen wir ein positives Fazit zum heutigen Tage. In einem (sehr) gesunden Verhältnis hat Einbeck erneut gezeigt, dass die Stadt keinen Bock auf Nazis hat. Warten wir mal ab, was in der nächsten Zeit passiert. Wir kommen vor lauter „Hupsis“ ja kaum noch hinterher 😉

Zu guter Letzt wollen wir dann gerne noch einen Punkt transparent und ehrlich thematisieren, der in diversen PNs, Gesprächen, Chats und Kommentaren an uns herangetragen wurde: Unsere heutige Demo war KEIN „Wettbewerb“ zur Protestaktion von Einbeck ist bunt. Vielmehr war es so, dass sich (insbesondere jüngere und aktionistischer orientierte) Menschen bei uns meldeten und fragten, welchen Protest wir organisieren. Ein „Ignorieren“ der Neonazis ist auch für uns als Antifa-Gruppe keine Option, sodass wir uns für die Demo entschieden. So konnte sich jeder Mensch aussuchen, was die für ihn/sie richtige Protestform ist. Das heißt aber nicht, dass wir den Protest von Einbeck ist bunt nicht gutheißen, sondern im Gegenteil. Alle, die sich gegen das Neonazi-Problem in Einbeck engagieren, haben unseren absoluten Zuspruch! Ein „Wettbewerbsdenken“ liegt uns völlig fern. Es geht nicht um Egos oder größere Zahlen: Wir wurden auch erst auf diese Einschätzung aufmerksam, als sie so häufig an uns herangetragen wurde. Das war jedoch nie unsere Intention, sondern galt es, wie erwähnt, eine Alternative für aktionistischere Menschen anzubieten.

ALLE ZUSAMMEN gegen den Faschismus!

Fotos von Jakob Stiegnitz

Der heutige Redebeitrag:

Liebe Menschen, liebe Mitdemonstrierenden!

Danke, dass Ihr heute da seid um gemeinsam mit uns den Protest gegen die Kameradschaft Einbeck auf die Straße zu tragen!

Den Ort, an dem wir hier stehen, haben wir nicht zufällig gewählt. Wir stehen hier vor dem Backpackers Inn, einer Kneipe. Ja, einer Kneipe! Dieser Laden wird von der Kameradshaft Einbeck und auch überregionalen Neonazis dämonisiert. #DerkleineJens Wilke twitterte gar ein Foto der Eingangstür mit der Überschrift „Hort des einbecker Linksextremismus“. Die Kameradschaft Einbeck hielt hier nach einem Anschlag auf das Wohnhaus von Dietrich Brosenne eine spontane Kundgebung ab, außerhalb der Öffnungszeiten des Backpackers…

Warum polarisiert diese Kneipe bei den Neonazis so sehr? Vermutlich ist es neben ihrer Dummheit auch die Tatsache, dass der Wirt sich solidarisch zeigt und es humanistischen Gruppen wie der Seebrücke Einbeck oder auch antifaschistischen Gruppen wie uns, ermöglicht, hier Veranstaltungen und Vorträge abzuhalten. Alle Activistas sind froh, dass das so ist. Wir haben in Einbeck keine selbstverwalteten Räume, wie es in Großstädten häufig der Fall ist. Es ist schwierig für uns, Räumlichkeiten zu finden. Vielleicht ist das der Grund, warum die Neonazis diesen Ort so gefressen haben. An den unterstellten Outings kann es nicht liegen – Wir haben hier noch nicht ein Outing in den Händen gehalten. Dennoch möchten wir uns bei dem Wirt bedanken und erklären uns solidarisch, dass er sich von den Neonazis nicht einschüchtern lässt. Auch nicht, wenn schon häufiger Anrufe kamen, die versuchten ihn mit der Ankündigung mehrerer Nazis im Schlapptau dort aufzutauchen. Auch als zwei Faschos tatsächlich mal im Laden standen, blieb er stabil und schmiss sie einfach raus. Wir sagen danke dafür und empfehlen Euch, wenn Ihr in Einbeck auf der Piste seid, hier ein oder zwei Bierchen zu trinken!

Aber wie entwickelt sich das Verhalten der Kameradschaft Einbeck grundsätzlich? In für Neonazis gewohnter Manier betreiben sie eine Täter-Opferumkehr. Am 14.9. jagte die Kameradschaft ganz mutig wie sie sind, eine kleine Gruppe Jugendlicher durch die Stadt, bei der sich eine Person bei einem Sturz verletzte. Anschließend erfanden sie eine „Falle“ der Antifa, die mit 30 Vermummten dann vor der Polizei geflohen seien sollen. Nur zu doof, dass die Polizei nicht eine vermummte Person sah… Sie lügen wo sie können: So halten sie Sticker, die sie in der Nähe des Bahnhofs Salzderhelden entfernten, vor Tütenspender in Einbecker Stadtparks. Sie klauen Schilder bei Fridays for future um diese dann für ihre „Propaganda“ auszuschlachten. Sie schüchtern die Jugendlichen bei Fridays for future ein, sodass manche Kids schon aufgrund der Anwesenheit der Neonazis dort, ein Verbot ihrer Eltern erhielten, sich an Fridays for future zu beteiligen. Wir sagen: Es reicht!

Generell häufen sich die Fälle, in denen sie die Täter sind: Sie verüben Anschläge auf den Briefkasten der Mutter einer solidarischen Person, weil sie fälschlicherweise davon ausgehen, dass das ihr „Ziel“ dort wohnt. Sie stechen Reifen platt. Sie versuchen Autos von Antifas im laufenden Verkehr zu stoppen, treten dabei in die Türen vorbeifahrender Autos. Wir haben zig Übergriffe, Verfolgungen und Sonstiges dokumentiert. Die Aggressoren sind die Kameradschaft – und tauchen postwendend in die erfundene Opferrolle ab.

So werden sie auch da drüben gerade wieder rumopfern! Kurz nach der Demo am 14.9. in Einbeck provozierten sie noch auf der Facebook-Seite „Einbecker Beobachter“ Antifa- bzw. linksradikale Gruppen, sowie das Infoportal Links Unten Göttingen. Wenige Tage später wurde der Fassade des Hauses von Dietrich Brosenne vermutlich kostenlos ein neuer Anstrich durch die Antifa Fassaden GmbH gegönnt. Einen Tag vor seiner Hochzeit mit Cornelia Falkenstein, welch Ironie des Schicksals!

In Zeiten sich steigernder Nazi-Aktivitäten ist es an der Zeit für antifaschistische Intervention. Wir solidarisieren uns damit, weil man Nazis nicht wegdiskutiert und nicht weggetrillert bekommt. Einbeck hat am 14.9. klar und deutlich mit 1200 Menschen auf der Straße gezeigt, wie „willkommen“ Neonazis hier sind. Gut so! Jedoch wird das nicht für eine Wegzug oder Ausstieg der Neonazis sorgen und wir wollen an dieser Stelle erwähnt haben, dass unser heutiges Demo-Motto auch unser Ziel ist: Nazistrukturen in Einbeck zerschlagen!

Alle zusammen gegen den Faschismus!

Aufruf zur antifaschistischen Demo in Einbeck am 3.10. unter dem Motto: Nazistrukturen in Einbeck zerschlagen!

Liebe Alle!

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, haben die Neonazis der Kameradschaft Einbeck für den 3.10. um 14:00 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz angemeldet.

Das nehmen wir natürlich nicht reaktionslos hin!

Gemeinsam mit der Seebrücke Einbeck haben wir eine Demo organisiert, die um 13:30 Uhr am Bahnhof Einbeck-Mitte starten wird. Es handelt sich hierbei explizit nicht um eine geschlossene Antifa-Demo. Es können alle mitlaufen, die Bock drauf haben und sich dranhängen wollen.

Und wenn wir am 3.10. schon einmal durch Einbeck laufen, bieten wir doch glatt noch den Service einer Stadtführung aus antifaschistischer Sicht an. Seid gespannt 😉 Die Demo endet dann auf dem Marktplatz um den Neonazis auch nochmal persönlich mitzuteilen, was wir von ihnen halten.

Wir haben die Route gut getimed, da wir davon ausgehen, dass den Neonazis -ebenso wie inNortheim- recht schnell die Puste/die Themen ausgehen werden und sie schnell wieder einpacken.
„Grunz, grunz Deutschland“, „mimimi Outing“, „mimimi Jobverlust“, „mimimi Antifa Fassaden GmbH“ – gespickt mit grausamer Mucke um fehlende Inhalte einer faschistischen Ideologie zu strecken.

Lasst uns gemeinsam, egal in welcher Form, ein Zeichen gegen die Neonazis der Kameradschaft Einbeck setzen!

Wir freuen uns auf Euch – Alle zusammen gegen den Faschismus! Alerta!

 

Kapitalismus sucks

Auch mal ein bisschen Theorie von unserer Seite: In der Zeit gab es gestern einen interessanten Artikel von Jule Govrin, nachzulesen hier.

In diesem Artikel wird verständlich nahegelegt, wie (sehr) der Kapitalismus stinkt und warum er Rechten in die Karten spielt. Nationalismus ist der völlig falsche Ansatz in Form eines vermeintlichen Protektionismus! Die Antworten auf die Umverteilung von unten nach oben, oder schlicht der zu führende Klassenkampf, sind nicht reaktionär, sondern müssen revolutionär erkämpft werden. Wenn Wenige Viele bis zum letzten ausbeuten, lassen sich viele Menschen zu völlig verkürzten (und falschen) „Antworten“ verleiten.

Wir sagen: Kapitalismus überwinden und stehen für eine (global) solidarische Gesellschaft ein!

Die AfD zerlegt sich selbst

Der Kampf zwischen rechts und rechtsaußen brodelt…

In einem Artikel des Tagesspiegels, nachzulesen hier, geht es um die Machtkämpfe innerhalb der westlichen Landesverbände der AfD.

Unser örtlicher Kreisverband der AfD (KV Northeim) ist da schon weiter: Es wird sich offen zum „Flügel“ bekannt. Hier laufen knallharte Neonazis auf deren Veranstaltungen rum oder Leute mit positivem Hitlerbezug dürfen munter mitarbeiten. Fehlender Zulauf wird hier durch den Zukauf von Likes aus Indien, Pakistan und weiteren Ländern in der Außendarstellung gepimpt.

Logisch, dass Jens Kestner sich hier eine geschlossene Basis bastelt, hängt doch sein Auskommen als MdB von der Partei ab. In seiner vorherigen Tätigkeit versuchte er sich als „empathieloser Bestatter“. Dank der ganzen Patridioten hängt der egozentrische Selbstdarsteller nun selbst an dem Trog, den der Großteil seiner Wählerschaft so sehr ächtet.

Zitat: „Zudem habe die AfD mittlerweile zum Teil eine stark geschlossene Wählerschaft, die kaum noch erreicht werden könne.“

Ja, auch das können wir jeden Tag in den hiesigen Kommentarspalten beobachten. Die eigene social Media-Bubble sorgt dafür, dass völlig verqueere (und schlicht falsche und/oder erfundene) Weltbilder entstehen, die faktisch nicht haltbar sind. Dennoch kann mensch mit AfD-Sympathisant*Innen diskutieren, wie mensch will. Da kommt einfach nichts an.

OATE (Offenes antifaschistisches Treffen Einbeck)

In Einbeck hat sich eine neue, antifaschistische Gruppe gegründet: OATE (Offenes antifaschistisches Treffen Einbeck).

Die Gruppe möchte laut deren Facebook-Seite interessierten Menschen einen Anlaufpunkt zum Austausch, zur Information, zur Vernetzung bieten. Auch Opfer der Neonazis im Alltag werden explizit angesprochen, dort gerne zu erscheinen.

Seid solidarisch, lasst `n Like da, geht dahin!

Erstes Treffen ist am 2.10. um 20:00 Uhr im sagenumwobenen Backpackers Inn

Mehr Infos bei Facebook

Demo-Fazit zu #ein1409

Bleiben wir erstmal ruhig und sachlich bei den Fakten: Ganze 28 Neonazis konnte die Kameradschaft Einbeck für Ihre Demo mobilisieren. Jaja, die schlimme Erkältungswelle und Arbeitseinsätze, bei denen sicher keine Einbecker Faschos gemeint gewesen sind 😉 waren Schuld, dass sich nur 28 „Arier“ einfanden und so aus einem gewünschten „Meer aus Deutschlandfahnen“ dann doch eher ein „Pfütze“ wurde. Auf der Gegenseite bei Einbeck ist bunt zeigten 1200 Menschen, dass Einbeck keinen Bock auf sie hat. 1200:28, sauber!

Gleich zu Anfang der Neonazi-Demo konnte eine Sitzblockade in der Rabbethgestraße, kurz vor der Goetheschule, errichtet werden. Leider wich die Polizei infolge dessen auf die unübliche Einsatztaktik eines Vorbeileitens über den Fußweg aus. Dies war halt mangels Masse und Technik der Neonazis möglich.

Unser Bild des Tages war ein Mensch, der sich symbolisch mit der Blockade solidarisierte und zwischen den die Blockade umstellenden Cops durchging und sich dazusetzte.

Anschließend wurde mit einer Sponti in einer friedlichen Atmosphäre der Nazi-Route hinterhergelaufen um sich anschließend der großen Demo von Einbeck ist bunt anzuschließen.

Auf Seite der Nazis passierte allseits Bekanntes: Geschwurbel, Phantasien, Lügen.

Neben Anmelder Tobias Haupt traten noch Dieter Riefling, Joost Nolte und Benjamin Krüger als Redner in Erscheinung.

#derkleineJens Wilke war als „Journalist“ vor Ort um überwiegend der Diffamierung von Menschen und Orten, die sich gegen Neonazis gerademachen, nachzugehen. So nutzte er seinen gekauften „Presseausweis“ um Menschen zu fotografieren, twitterte mehrere Fotos von Wohnorten, bei denen Transpis hingen um Diese einzuschüchtern. Das Highlight hierbei war ein Foto der Eingangstür des Backpackers Inn, zu dem er schrieb, dass dies der „Hort der Linksextremisten Einbecks“ sei. Eine Kneipe? Really, Du Lappen?! Ohje… Aber generell scheint es denen die Kneipe angetan zu haben, da die Route explizit daran vorbeiging und während des Passierens nochmal extra darauf eingegangen wurde. Dass die Neonazis dann auch noch betonen, dass es keine Übergriffe von dort aus gab, zeigt, dass sie in diesem Thema irgendwie falsch gewickelt sind. Ganz viel mimimi, aber vielleicht sind sie einfach nur neidisch, dort nicht willkommen zu sein.

Dieter Riefling phantasierte Pläne von Übergriffen auf deren Demo, sowie 400 Linksradikale in der Stadt herbei.

Soweit zu den Demos, die ein ganz klares Zeichen gesetzt haben, was Einbeck möchte und worauf die Stadt eben keinen Bock hat.

Am Abend wurde bei der After Demo Party dann nochmal gemeinsam der erfolgreiche Tag gefeiert und der Laden war rappelvoll, die Stimmung super. Bei cooler Mucke wurden intensive und interessante Gespräche geführt.

Hierbei kam es jedoch zu einer unschönen Szene, bei der die Kameradschaft Einbeck wieder bewies, was sie eigentlich für Asis sind. So jagten sie eine kleine Gruppe minderjähriger Mädchen durch die Stadt bei der ein Mensch auf den Boden fiel. Leute, die vor dem Backpackers standen, sahen das und eilten zur Hilfe. Auch die Polizei war vor Ort und nahm diesen Vorfall auf. Junge und alte Menschen können sie jagen – gewohnt sehr „heldenhaft“ in Ihrem Tun.

Was wir dann aber lesen mussten, schlägt dem Fass den Boden aus. So machen Neonazis das, was sie am besten können: Lügen und Täter-Opferumkehr. Ihre Jagd auf Kids stilisieren sie in eine Falle um, bei der 30 Vermummte vor den Cops weggelaufen sein sollen. Wir sind ja mal gespannt, ob die Cops diese 30 Vermummten auch gesehen haben (sie waren nämlich gar nicht da!). Wir freuen uns auf den Beleg, dass die Nazis regelmäßig schlicht lügen. Seien dies False Flag-Behauptungen, vorgehaltene Sticker, vermeintlich aufgebrochene Briefkästen usw.

Intuitiv haben sie jedoch eins richtig gemacht an dem Abend: Trotz der vollmundigen Ankündigung auf deren Demo, die Party aufzusuchen und „für Klarheit zu sorgen“, schätzten sie offenbar richtig ein, dass Ihr Auftauchen da so semi-schlau gewesen wäre. Da wären dann tatsächlich, wenn es hart auf hart gekommen wäre, bestimmt 30 Menschen (oder auch ein paar mehr ;))in Erscheinung getreten um „für Klarheit zu sorgen“.

Alles in Allem war dies abgesehen von dem unschönen Erlebnis der Teens ein rundum gelungener Tag, der in Frust und mimimi für die Neonazis endete.

Die volle Fotostrecke gibt es bei Nico Kuhn

Foto der Sponti von Jakob Stiegnitz

 

After Demo Party am 14.9. im Backpackers Inn

 

Wir sind auch am Start bei der After Demo Party!

Wenn Ihr Fragen an uns habt, an unserer Arbeit oder Mitarbeit interessiert seid, oder einfach mal unverbindlich in chilliger Atmosphäre mit uns quatschen wolltet, kommt doch auch zur Party ins Backpackers Inn.

Uns ist bewusst, dass wir nicht für alle Menschen, insofern keine Kontakte bestehen, „greifbar“ sind. Dies wollen wir ändern. Wir hoffen auf gutes Wetter und haben in dem Fall den Biergarten (Innenhof) in Aussicht, wo Ihr Euch einfach mal mit Eurem Getränk in der Hand dazusetzen könnt. Aber auch bei schlechtem Wetter werden ein paar (aber nur ein paar ;-)) Menschen unserer Gruppe erkennbar sein.

Und weil wir gerade echt gute Laune haben, da wir die Nazi-Demo zu deren Eigentor umkonstruieren, rufen wir doch glatt noch eine Challenge aus: „Capture the flag Einbeck“. Was könnt Ihr gewinnen? 5 Pfeffis auf unsere Kosten für jede gemobste Nazi-Flagge am 14.9. Wir werden die Flaggen dann der einzig wahren Bestimmung zuführen 😉

Also kommt vorbei und lasst uns feiern, dass wir den Neonazis den Tag versaut haben und quatscht uns einfach mal an. Und vergesst die Flaggen nicht 😉

Eure 161